Dimmen von LED-Lampen

09.09.2016

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Lampen, die Licht mithilfe von lichtemittierenden Dioden (LED) erzeugen, und Dimmer vertragen sich nicht immer. Ob eine LED-Lampe grundsätzlich dimmbar oder nicht dimmbar ist, muss auf der Verpackung angegeben sein. Aber selbst mit dimmbaren Varianten kann es zu Störungen kommen – zumeist in Kombination mit bereits vorhandenen Helligkeitsreglern für traditionelle Lampen. Das liegt zum einen an der Elektronik und zum anderen an den geringen Wattzahlen der LED-Lampen, die spezielle Anforderungen an einen Dimmer stellen. Wer jedoch bei der Auswahl seiner Dimmlösung die folgenden Hinweise beachtet, kann auch mit modernen, stromsparenden Lampen das gewünschte Lichterlebnis erreichen.

Für die Hochvolt-Reflektor-Halogenglühlampen, die ab 1. September 2016 im Zuge des Verbots ineffizienter Leuchtmittel in der Europäischen Union (EU) nicht mehr „in den Verkehr“ gebracht werden dürfen, sind energie- und kosteneffiziente LED-Reflektorlampen der Marke OSRAM eine sehr gute Alternative. Halogenlampen sind energieeffizienter als Glühlampen, aber prinzipiell ganz ähnlich aufgebaut: Drückt man auf den Lichtschalter, fließt Strom durch den Draht in der Lampe, erhitzt ihn und es entstehen Wärme und Licht. Die Helligkeit zu regeln ist so ziemlich einfach: Ein geeigneter Dimmer sorgt dafür, dass weniger Strom durch den Draht fließt, sich dieser weniger erhitzt und die Lampe weniger stark leuchtet.

LED (lichtemittierende Dioden) sind jedoch völlig anders aufgebaut: sie sind elektronische Halbleiter. Deshalb verfügen LED-Lampen über Elektronik – quasi einen kleinen Computer – die den LED vorgeschaltet ist, der unter anderem die typgerechte und konstante Stromversorgung regelt. Diese komplexen elektronischen Eigenheiten der LED-Lampe müssen bei der Auswahl des Dimmers berücksichtigt werden.

Eine weitere Herausforderung für manche Dimmer sind die niedrigen Wattzahlen von LED-Lampen. Frühere Dimmer sind auf Glühlampen ausgerichtet. Diese werden üblicherweise über einen Drehschalter an der Wand auf die gewünschte Helligkeit reduziert. Eine beispielsweise mit einer 60-Watt-Glühlampe vergleichbare LED-Lampe benötigt jedoch weitaus weniger Leistung – nur etwa neun Watt – für die gleiche Helligkeit und hat damit einen deutlich kleineren Spielraum für die Lichtregelung. Daher benötigt sie einen Dimmer, der diese Herausforderung bewältigen kann. Kann er das nicht, kann sich das durch Flackern der Lampe oder Geräusche bemerkbar machen und im schlimmsten Fall sie oder den Dimmer zerstören.

Bevor also in einer dimmbaren Leuchte die Halogenglühlampe durch eine LED-Lampe ausgetauscht wird, sollten folgende Hinweise beachten werden:

  • An Dimmern nur LED-Lampen betreiben, bei denen auf der Verpackung explizit „dimmbar“ angegeben ist.
  • Der verwendete Dimmer muss für die jeweilige LED-Lampe geeignet sein. Informationen zu den mit der Lampe kompatiblen Dimmern findet man auf den Webseiten der Lampenhersteller, wie zum Beispiel unter www.ledvance.de/dim.
  • Auch auf den Webseiten der Dimmer-Produzenten (z. B. Merten, Gira und Jung) gibt es Kompatibilitätslisten oder hilfreiche Online-Tools. Bei Unsicherheit über vorhandene Dimmer am besten den Hauseigentümer oder einen Elektriker zu Rate ziehen.
  • Finger weg von billigen Lichtsteuersystemen und LED-Lampen, wie sie oft online locken. Meist ist die Qualität bei solchen, angeblich „günstigen“ Anbietern mangelhaft und führt zu schlechter Leistung und Ausfällen. Innerhalb eines Dimmer-Stromkreises, wenn nicht anders vom Hersteller des Dimmers angegeben, nur Lampen desselben Modells verwenden. Durch die jeweils unterschiedlichen LED-Designs der Lampenhersteller kann es sonst zu Problemen kommen.
  • Innerhalb eines Dimmer-Stromkreises, wenn nicht anders vom Hersteller des Dimmers angegeben, nur Lampen desselben Modells verwenden. Durch die jeweils unterschiedlichen LED-Designs der Lampenhersteller kann es sonst zu Problemen kommen.
  • Soll ab und zu die Helligkeit reduziert werden, sollte ein Dimmer verwendet werden. Ist jedoch dauerhaft weniger Licht gewünscht, ist eine Lampe mit weniger Watt die richtige Wahl. Denn eine leistungsstärkere Lampe dauerhaft zu dimmen, benötigt mehr Energie als eine einzusetzen, die von Haus aus eine geringere Nennleistung hat.